______Bloody Past

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Der Blick in den Spiegel
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Erinnerungen

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Das Bild ist entfremdet.
Das gleiche Gesicht, mit den vollen Lippen und den unterschiedlichen Augen.

Was bin ich?

Ein Spiegelgesicht, dessen Kanten Sprünge haben.

 

Ich lieg da und starre an die Decke. In solchen Momenten denke ich an irgendwelche Bücher, die ich mal gelesen habe. Dort stand, dass man in sich reingehen soll. Dass man für einen Augenblick leben, erleben soll.
Ich denk mir, dass ich das ruhig mal machen kann.

Stille. Ich versuche die Dinge zu hören, die ich sonst nicht höre. Die ich nicht hören will. Draussen fährt ein LKW am Haus vorbei. Es ist so beschissen alt, dass der Boden unter mir vibriert wenn ein LKW vorbei fährt.
Irgendwo fällt eine Tür ins Schloß.
einmal tief einatmen
Fühlen. Ich konzentriere mich auf den Stoff auf meiner Haut, das leichte Zwicken der Hose am Knie. Ich versuche zu fühlen, wie schwer meine Lippen aufeinander liegen, oder würden sie offen stehen wenn ich mich absolut entspanne? Würde ich dann nicht aussehen wie ein Vollidiot? Vielleicht sogar noch sabbern? 

Und jeder Spiegel ist ein Mensch, der mich betrachtet und falsche Bilder von mir zurück wirft.

Jedes Bild eine Erinnerung, ein Wunsch, eine Lüge und eine Maske.

Ich erlebe und es langweilt mich. Will gar nicht weitermachen weil die Übung mir so total beschissen vorkommt. Lächerlich. Ich weiß in dem Moment schon, dass ich in der nächsten, ähnlichen Situation wieder anfangen und scheitern werde.
Das bringt mich zum Aufstehen. Ich muss einen Blick in den Spiegel werfen, mich vergewissern dass ich noch ganz normal aussehe. 
Es ist das gleiche Gesicht, mit den vollen Lippen und unterschiedlichen Augen.
Es kommt mir nur so leer vor, so falsch.

Es kommt mir so vor, als irrte ich in einem Spiegelkabinett.
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